Schirmherrin

Franziska_Giffey

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne habe ich die Schirmherrschaft über das Jubiläumsjahr „125 Jahre Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk“ übernommen.

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Ich kenne das EJF als zuverlässigen Partner aus vielen Begegnungen in Berlin. Aber auch in Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Polen und Tschechien ist das EJF als Mitglied des Diakonischen Werks aktiv.

Das EJF macht Angebote, die mir als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend besonders am Herzen liegen.

Ich gratuliere dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk zum stolzen 125. Geburtstag, wünsche weiterhin viel Erfolg und bedanke mich herzlich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre professionelle und engagierte Arbeit.

 

Dr. Franziska Giffey
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Grußwort

Dr. Markus Dröge

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Anfänge des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerkes liegen in einer Bewegung, die Jesu Worten folgt, „Lasst die Kinder zu mir kommen.“

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Zu Zeiten der Industrialisierung waren Kinder oft nicht gut versorgt. In Rettungshäusern fanden sie Schutz und Fürsorge, Zuwendung und Bildung. Über 125 Jahre hinweg ist die Kinder- und Jugendfürsorge ein wichtiger Aufgabenbereich des EJF geblieben, auch wenn mittlerweile viele andere Hilfefelder dazu gekommen sind. Im Zentrum steht stets die Würde der Menschen, die besonders auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Heute ist das EJF ein großes Unternehmen, das betriebswirtschaftlich arbeiten muss, um mit seinem Angebot bestehen zu können. Ich bin dankbar für die verantwortungsvolle Arbeit, die hier getan wird.

Sie verhelfen mit Ihrer Arbeit Kindern, Jugendlichen, Menschen mit Behinderung, Geflüchteten und alten Menschen zu Wertschätzung und den Rechten, die ihnen zustehen. Diese Arbeit stärkt das soziale Miteinander in unserer Gesellschaft.

Ich gratuliere Ihnen herzlich zu Ihrem Jubiläum!

 

Dr. Markus Dröge
Bischof der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Mitglied des Rates der EKD

125 Jahre EJF

125 Jahr EJF Historisches Bild

1894 - 1900

Sorge um vernachlässigte Kinder – die Gründung des Rettungshausverbandes

Am Anfang war die Not: In Armut, sich selbst überlassen, ohne jegliche Unterstützung…

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… – in dieser Situation befanden sich viele Kinder und Jugendliche im späten 19. Jahrhundert. Mit dem starken Bevölkerungswachstum und dem Übergang von der agrarischen zur industriellen Produktionsweise entstand eine abhängige Lohnarbeiterschaft, die nichts besaß außer ihrer eigenen Arbeitskraft. Es bestand ein Überangebot an Arbeitskräften, für die es keinerlei soziale Sicherungssysteme gab. Die breiten Massen verelendeten. Katastrophale Wohnverhältnisse und Arbeitsbedingungen, mangelnde gesundheitliche Versorgung und Hunger waren an der Tagesordnung. Kinder und Jugendliche als schwächste Glieder der Gesellschaft waren hiervon besonders betroffen.

Rettungshäuser kümmerten sich

Die Wurzeln des EJF liegen in der Anfang des 19. Jahrhunderts entstandenen Rettungshausbewegung, die versuchte, die Not dieser Kinder zu mildern. Es waren vor allem kirchliche Kreise, die Hilfsangebote schufen, indem sie Rettungshäuser gründeten. Diese zeichneten sich durch eine familiennahe Erziehung aus. Die jungen Menschen erhielten eine praktische Ausbildung und religiöse Unterweisung. Bekanntester Akteur war der Theologe Johann Wichern, der 1833 das noch heute bestehende „Rauhe Haus“ in Hamburg gründete. Wicherns Ideen fielen auf fruchtbaren Boden: Allein in Brandenburg gab es zu Beginn der 1860er Jahre 32 Einrichtungen dieser Art.

Der „Brandenburgische Rettungshausverband“: 

Vorläuferorganisation des EJF

1878 wurde in Preußen das sogenannte „Zwangserziehungsgesetz“ verabschiedet. Dieses regelte die zwangsweise Unterbringung straffällig gewordener Kinder. Das Prinzip der Freiwilligkeit in den Rettungshäusern wurde abgeschafft. Diese wurden zu straff geführten Erziehungsanstalten. In den 1890er Jahren geriet die Rettungshausarbeit in eine Krise: Die staatlichen Einrichtungen der Wohlfahrtspflege traten vermehrt als Konkurrenz in Erscheinung. Eine Bevormundung der kirchlichen Arbeit durch den Staat wurde befürchtet. Zur besseren Vernetzung und Professionalisierungder Fürsorgearbeit schlossen sich die Rettungshäuser in der preußischen Provinz Brandenburg am 4. Dezember 1894 in Berlin zum „Brandenburgischen Rettungshausverband“ zusammen.

125 Jahr EJF Historisches Bild

1900 - 1914

Staatliche Fürsorgeerziehung und Rettungshauskrise

Fürsorge durch vorbeugende Erziehung:
Am 1. April 1901 löste das preußische „Gesetz über die Fürsorgeerziehung Minderjähriger“…

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…das Zwangserziehungsgesetz ab. Der Staat griff nun nicht mehr nur bei straffällig gewordenen Jugendlichen ein, sondern wurde vorbeugend tätig. Fürsorgeerziehung in einem Heim oder einer Pflegefamilie konnte bereits bei drohender Gefahr der „Verwahrlosung“ angeordnet werden. Der Brandenburgische Rettungshausverband unterstützte die neuen Entwicklungen und nannte sich ab 1901 „Kirchlicher Fürsorgeerziehungs- und Rettungshaus-Verband der Provinz Brandenburg“. Die Mehrzahl der Rettungshäuser stellte sich der Fürsorgeerziehungsbehörde der Provinz zur Verfügung, ihre Erziehungsarbeit stand nun unter staatlicher Aufsicht. Im Oktober 1901 erhielten im Königreich Preußen bereits fast 2900 Zöglinge Fürsorgeerziehung gemäß des neuen Gesetzes. In der Provinz Brandenburg lag die Zahl bei 240, Anfang 1913 waren es hier fast 1000. Die volle Belegung der Häuser und deren Finanzierung waren nun gesichert.

Rettungshäuser in der Krise

Die Fürsorgeerziehung erhielt immer stärkeres Gewicht. Damit änderte sich der Charakter der Einrichtungen. Das Familiäre, der Geist der Inneren Mission verschwand. Die Vorstände verloren zum Teil das Interesse an der eigentlichen Arbeit, sahen sich nur noch als Verwalter des Besitzes. Einige Heime übergaben Haus und Grundbesitz gleich ganz der Provinz. Aus einigen Rettungshäusern wurden somit kommunale Fürsorge-Erziehungsanstalten. Es war die Rede von einer „bedrohlichen Krisis im brandenburgischen Rettungshauswesen“. Der staatliche Zwang, so wurde beklagt, sei zu groß geworden, die christliche Nächstenliebe spiele eine zu geringe Rolle. Der Ruf nach mehr Nächstenliebe bedeutete nicht, dass innerhalb der Einrichtungen körperliche Züchtigung abgelehnt wurde. 1904 sprach sich der Verband etwa für körperliche Arbeit als bewährtes Erziehungsmittel aus.

Zuwendung für Menschen mit Behinderung

Ab 1903/04 bildete die Arbeit mit jungen Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen einen besonderen Schwerpunkt im Verband. Beispielhaft standen dafür die Bemühungen in Templin, wo man für die fachliche Betreuung von Menschen mit Behinderung eine besondere Abteilung einrichtete. Die Generalversammlung des Verbands 1906 widmete sich gänzlich dem Thema der Unterbringung von Menschen mit Behinderung. Der Verband forderte, die Anstrengungen für die Betreuung dieser Personengruppe zu intensivieren und
Fachpersonal hierfür auszubilden. Die Innere Mission entwickelte sich in den folgenden Jahren zum wichtigsten Träger von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Ihr Gedanke der Erwerbs- und Bildungsfähigkeit der Menschen bedeutete zugleich jedoch auch, dass sie wohlfahrtspflegerische und gesundheitspolitische Maßnahmen nach deren Nützlichkeit bewertete und nicht allein der individuelle Unterstützungsbedarf ausschlaggebend war.

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1914 - 1933

Neuorientierung in unsicheren Zeiten

Der Verband im Ersten Weltkrieg:
Die Kriegsbegeisterung erfasste auch Teile des Rettungs-Verbands.

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Viele Zöglinge meldeten sich als Kriegsfreiwillige, oft mit Unterstützung der jeweiligen Einrichtung. Außerdem wurden viele männliche Beschäftigte aus den Einrichtungen zum Wehrdienst eingezogen. Einige Heime wurden in Lazarette umgewandelt. Die dezimierte Belegschaft in den Einrichtungen war konfrontiert mit gestiegenen Anforderungen in der Jugendfürsorge und einer notwendig gewordenen umfangreicheren Einzelfürsorge. Während des Krieges waren viele Kinder auf sich allein gestellt, da ihre Väter nicht zu Hause waren und die Mütter in den Fabriken arbeiteten. Viele hungerten und wurden krank. Noch während des Kriegs benannte sich der Verband 1916 um in „Kirchlicher Erziehungs-Verband der Provinz Brandenburg e.V. (KEV)“.

Entkonfessionalisierung und Kritik

Das Ende der Monarchie brachte eine Trennung von Staat und Kirche mit sich. Während sich die offene Jugendarbeit gut entwickelte, war die Arbeit in den Heimen durch die Zusammenarbeit mit den Behörden beeinträchtigt, da diese eine Entkonfessionalisierung anstrebten. Hinzu kam, dass sich die Fürsorgeanstalten massiven Angriffen in der Presse ausgesetzt sahen. Kritisiert wurde, dass in den Heimen ein autoritativer Geist wehte. Die Stadt Berlin reagierte und sorgte häufiger dafür, dass Fürsorgezöglinge nicht mehr in konfessionellen Heimen untergebracht wurden.

Das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz und seine Folgen

Mit dem Reichsjugendwohlfahrtsgesetz wurde 1922 die Fürsorgeerziehung vereinheitlicht. Betont wurde in diesem das Recht des Kindes auf Erziehung. Im Fokus stand hierbei das Recht des Staates auf Beaufsichtigung des Kindes. Erstmals wurden staatliche Jugendämter eingerichtet. Als mittelbare Folge hieraus stand für den KEV nun nicht mehr die Fürsorgeerziehung im Auftrag der Behörden im Mittelpunkt, sondern die kirchliche Erziehungsarbeit. Hierfür betrieb der Verband wieder stärker Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit. Er organisierte Konferenzen und bot Fortbildungen für Erziehungskräfte an.

Trotz Inflation, Wirtschaftskrise und politisch unruhigen Zeiten entwickelte sich der KEV während der Weimarer Republik dynamisch: Waren dem Verband in den 1920er Jahren 38 Erziehungs- und Pflegeanstalten angeschlossen, in denen circa 1814 Zöglinge lebten, vertrat der KEV zu Beginn der 1930er Jahre 50 Heime und Anstalten mit etwa 3000 Plätzen.

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1933 - 1939

Der Kirchliche Erziehungsverband im Nationalsozialismus

„ … in freudiger Bejahung der neuen nationalen und sozialen Kraft“…

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Die nationalsozialistische Machtübernahme 1933 wurde innerhalb des KEV vielfach positiv aufgenommen. Die evangelische Kirche hatte ihren Platz in der Weimarer Republik nie wirklich gefunden. Der sozial-nationalistische Einfluss stieg mit der Bewegung der „Deutschen Christen“. Als Reaktion darauf formierte sich die „Bekennende Kirche“. Durch diese Spaltung der evangelischen Christen gelang die von den Machthabern angestrebte Gleichschaltung der kirchlichen Wohlfahrtsorganisationen nur teilweise. Der KEV blieb über die gesamte Zeit des Nationalsozialismus eigenständig. 

Die Entwicklung der Fürsorgearbeit im Nationalsozialismus

Gegenläufige Entwicklungen prägten die diversen Tätigkeitsfelder des KEV in der NS-Zeit. Die Heimarbeit erlebte einen Aufschwung: Neue Heime wurden erworben und bestehende konnten ausgebaut werden. Die NS-Ideologie begünstigte die Rückkehr zu traditionellen und „strafferen“ Erziehungsmethoden in den Einrichtungen. In der Einzelfürsorge hingegen gingen die Aktivitäten zurück, da die Jugendämter immer seltener konfessionelle Wohlfahrtsorganisationen hinzuzogen. Das NS-Regime wollte auch in diesem Bereich seinen totalitären Zugriff auf die Gesellschaft sicherstellen.

Sparpolitik und Straffung der Organisationsstrukturen

Um gegenüber anderen Anbietern auf dem Gebiet der Fürsorge bestehen zu können, standen zunehmend wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund der Verbandsarbeit. Seine Sparpolitik ermöglichte dem KEV, die Unterbringung zu niedrigeren Preisen als konkurrierende Organisationen anzubieten. Außerdem vereinfachte der Verband seine Struktur durch Zentralisierungsmaßnahmen. Die Jugendfürsorge in Berlin und Brandenburg wurde im KEV vereinigt. Außerdem übernahm der Verband den Kinder-Rettungs-Verein, der bis dahin unter eigener Geschäftsführung neben dem Berliner Verband für evangelische Kinder- und Jugendfürsorge bestanden hatte. 

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1939 - 1945

Der KEV im Zweiten Weltkrieg

Der Kirchliche Erziehungsverband am Limit: Bei Kriegsausbruch 1939 waren dem Verband 52 Kinder- und Jugendheime mit…

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…3300 Plätzen angeschlossen. Obwohl die Nachfrage nach Plätzen in den Einrichtungen durch die Kriegsfolgen konstant stieg, setzte der Zweite Weltkrieg dem Wachstum der Heimfürsorge ein Ende. An eine Erweiterung der Kapazitäten war nicht zu denken: Der Wehrdienst entzog den KEV-Einrichtungen männliches Personal, das man insbesondere in den Knabenheimen brauchte. Auch der Erwerb von Grundstücken oder die Erweiterung bestehender Einrichtungen war im Krieg stark eingeschränkt. Aufgrund der Luftangriffe mussten ab 1943 Einrichtungen aus Berlin nach Brandenburg ausgelagert werden. Vereinzelt wurden KEV-Einrichtungen zudem von staatlichen Stellen beschlagnahmt, um Plätze für verwundete Soldaten zu schaffen.

Die nationalsozialistischen Krankenmorde

Die ab 1934 durchgeführten Zwangssterilisierungen waren nur die Vorstufe einer großangelegten Tötung von Menschen mit Behinderungen und psychisch kranker Menschen, die mit Beginn des Krieges umgesetzt und mit der sogenannten Kindereuthanasie eingeleitet wurden. Das Euthanasieprogramm weitete sich mit der „Aktion-T4“ ab 1940 auf Erwachsene aus. In sechs Anstalten im Dritten Reich wurden psychisch kranke Menschen und Menschen mit geistiger Behinderung in Gaskammern mit Kohlenmonoxid getötet. Obwohl die Aktion Mitte 1941 gestoppt wurde, endeten die Krankenmorde damit nicht. Die Kindereuthanasie lief ungehindert weiter. Zudem wurde 1941 mit der gezielten Tötung von Kranken und Menschen mit Behinderung aus Konzentrationslagern begonnen und bis zum Ende des Krieges fortgesetzt. Die Opferzahlen der nationalsozialistischen Krankenmorde werden auf knapp 260.000 Personen geschätzt.

Stille Helden

Während die Innere Mission die 1934 eingeführte Zwangssterilisation von Menschen mit Behinderungen noch unterstützt hatte, wandte sie sich gegen das Euthanasie-Programm. Trotz hoher Geheimhaltung erfuhr sie durch interne Ermittlungen von den Tötungen. Ihr Vizepräsident, Pastor Paul Braune, verfasste eine an Hitler adressierte Denkschrift gegen das Euthanasie-Programm und geriet dafür sogar in Gestapo-Haft. Heute ist eine Einrichtung der EJF-Behindertenhilfe in Berlin-Lankwitz nach ihm benannt. Darüber hinaus gab es kleinere Formen von Widerstand in den Heimen. Eine systematische Erforschung der Opferzahlen innerhalb des Verbands sowie der Rolle des KEV in Bezug auf die NS-Verbrechen stehen noch aus.

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1945 - 1965

Wiederaufbau und Trennung

Die Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs standen im Zeichen des Wiederaufbaus. Trotz der schwierigen Versorgungslage…

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…konnten beschädigte und ausgeplünderte Heime wieder in Betrieb genommen werden. Amerikanische Care-Pakete und Spenden des Evangelischen Hilfswerks halfen bei der baulichen Instandsetzung und der Versorgung mit Lebensmitteln und Kleidung. 1949 waren dem KEV wieder 17 Heime angeschlossen. 1954 waren es schon 60 Heime, davon 14 in Verbandsbesitz.

Geeint im geteilten Deutschland 

Die mit den Staatsgründungen von 1949 besiegelte deutsche Teilung wirkte sich zunehmend auf die Arbeit des KEV aus, der auf beiden Seiten Einrichtungen unterhielt. Obwohl der Verband eine Aufspaltung ablehnte und sich als Brücke zwischen Ost und West verstand, musste er sich den jeweiligen politischen Bedingungen anpassen: 1949 wurde eine Zweigstelle-Ost errichtet. Diese legte 1952 eine eigene Vereinssatzung für die DDR vor, die jedoch von den Ost-Berliner Stellen abgelehnt wurde. Aus der Zweigstelle-Ost entstand 1960 dann aber ein eigener Verein, der selbstständig im Auftrag der Evangelischen Landeskirche arbeitete und unter der Leitung eines gesamtdeutschen Vorstands stand. Der Bau der Berliner Mauer ein Jahr später machte eine grenzüberschreitende Leitung des Verbandes unmöglich. Von nun an führten zwei Vorstände die beiden Verbandsteile.

Eine neue Rolle 

Ein tiefer Einschnitt ergab sich durch die Landesjugendgesetzgebung in West-Berlin von 1958: Der Verband musste seine Tätigkeiten im Vormundschafts- und Adoptionswesen, in der Straffälligenfürsorge und in den Erziehungsberatungsstellen an den Gesamtverband der Inneren Mission (heute Diakonie Berlin Brandenburg-schlesische Oberlausitz) abgeben. Damit war der KEV in West-Berlin nur noch Träger von vier Heimen. In der Folge setzte man stärker auf Dezentralisierung. Diese sollte die Unabhängigkeit der Heime erhöhen und die Verbindung mit den örtlichen Kirchengemeinden festigen. Die Verbindung der KEV-Heime stand nicht mehr im Vordergrund.

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1965 - 1989

Wandel und Ausbau

Fürsorge an Menschen jeden Alters: 1965 benannte sich der KEV in West-Berlin in Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk um.

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Er sandte damit eine Botschaft über Grenzen und Mauern hinweg, da im Osten der Verbund einen fast identischen Namen trug. Die im Vorjahr beschlossene Errichtung eines Diakoniezentrums in Berlin-Heiligensee war entscheidend für die Neuorientierung. Das EJF weitete seine Arbeit nun auf „die Fürsorge an Menschen jeden Alters“ aus. Ab 1972 entstanden in Heiligensee Einrichtungen für verschiedene Personengruppen. Nach einem Mädchenheim und einem Kinderviertel kam ab 1977 das Service-Haus dazu, in dem bis heute u.a. Senioren und alleinerziehende Mütter zusammenleben und sich gegenseitig unterstützen. Die Eröffnung des Lebensraums I für Menschen mit geistiger Behinderung 1975 legte den Grundstein für die auf Integration beruhende Behindertenhilfe des EJF. Die Arbeit mit Geflüchteten begann in den 1980er Jahren, als das Diakoniezentrum jüdische Aussiedler aus der UdSSR aufnahm.

Pädagogische Reformen

Neben starken Planungs- und Bautätigkeiten waren die Jahre zwischen 1965 und 1989 für das EJF in West-Berlin von einem Wandel pädagogischer Auffassungen geprägt. Mit der 68er-Bewegung gewann die Kritik an der Heimerziehung mit Begriffen wie Isolation, autoritären Erziehungsmethoden und „Massenpflege“ an Stoßkraft. Das Mädchenheim im Diakoniezentrum geriet 1979 wegen zweifelhafter Praktiken in die Kritik. Es wurde als exemplarisch für die Missstände in der deutschen Heimerziehung angesehen. Das EJF setzte in der Folge auf die Verkleinerung der Gruppen und den Abbau eingeschlechtlicher Einrichtungen. Die pädagogischen Angebote wurden offener und integrativer gestaltet, die Einzelförderung stand im Vordergrund.

Brücken bauen 

Auch nach dem Bau der Berliner Mauer rissen die Kontakte zu den Einrichtungen in der DDR nicht ab. Das EJF sorgte dafür, dass finanzielle Mittel des Bundes und private Sachspenden an die Heime in der DDR gelangten. Darüber hinaus wurden der persönliche Kontakt zwischen Mitarbeitenden und Verantwortlichen der Einrichtungen in Ost und West und der Austausch zu pädagogischen Fragen am Leben gehalten. Diese Funktion als Bindeglied verlor das EJF jedoch 1971, als die Stephanus-Stiftung die Bewirtschaftung der Heime in der DDR übernahm.

Spass

1990 - heute

Neue Struktur und neue Einrichtungen

Nach dem Fall der Mauer gliederte sich das EJF ab dem 1. Januar 1990 in zwei Bereiche: Zum einen in das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk e.V. mit…

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…speziellen Vereinsaufgaben, zum anderen in die EJF gemeinnützige Heimbetriebs-GmbH, der man alle Heime und Projekte zuordnete, für die Kostensätze berechnet wurden. Der Schwerpunkt lag in der stationären Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen. Das EJF besann sich nach der Wende auf seine Wurzeln in Brandenburg und übernahm dort eine Reihe von
Einrichtungen. 1991 wurde es u. a. Träger des Kinderheims „Lenin“ in Schwedt an der Oder, das sich zum Diakonisch-sozialpädagogischen Zentrum (DSPZ) „Am Talsand“ weiterentwickelte; 1993 übernahm es dort auch das „Olga-Benario- Haus“, einen Lebensraum für Menschen mit Behinderung.

Leuchtturm-Projekte mit Strahlkraft

In Zusammenarbeit mit dem Justiz- und dem Jugendministerium in Potsdam schuf das EJF 1995 eine Jugendhilfeeinrichtung für straffällig gewordene Jugendliche zur Abwendung von Untersuchungshaft in Frostenwalde. Diese Tätigkeit entwickelte sich zu einem Leuchtturm-Projekt des EJF. Ein weiteres entstand 1996 mit der Übernahme des bisher eigenständigen Vereins „Kind im Zentrum“ (KiZ) in Berlin, einer sozialtherapeutischen Beratungsstelle für sexuell missbrauchte Kinder und Jugendliche. Es war die erste eigenständige Beratungsstelle des EJF. Weitere Projekte mit überregionaler Bedeutung sind das 1996 übernommene KiZ und das seit 2017 alleine betriebene Deutsch-Arabische Zentrum.

Neue Partnerschaften und Kooperationen

2004 fusionierte die EJF gGmbH mit der Diakoniestiftung Lazarus Berlin. Im Folgejahr unterzeichneten die neue EJF-Lazarus gAG und die Kaiserwerther Diakonie (Düsseldorf) eine Rahmenvereinbarung über partnerschaftliche Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Resozialisierung delinquenter Kinder und Jugendlicher. Im selben Jahr schloss sich die Integrationshilfe Berlin e. V. der gAG EJF-Lazarus an. Diese hatte zum Ziel, Jugendliche und Heranwachsende, die leichte bis mittelschwere Straftaten begangen hatten, vor einer dauerhaften Kriminalisierung zu bewahren und stellte eine ideale Ergänzung des diakonischen Trägers dar.

2009 trennten sich die Diakoniestiftung Lazarus und das Evangelische Jugend- und
Fürsorgewerk. Das EJF zählte nun circa 2500 Mitarbeitende und betreute in seinen Einrichtungen etwa 3500 Menschen. 2014 übernahm das EJF die Diakonie-Pflege Reinickendorf und erweiterte damit sein Angebot im Bereich „Wohnen und Pflege im Alter“ maßgeblich.

Mädchen mit Radar Gerät

Das EJF heute

Dienst an Menschen jeden Alters

Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk ist heute ein diakonisch-sozialer Träger von Einrichtungen und Diensten für Menschen aller Altersgruppen, die eine…

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…besondere persönliche und soziale Zuwendung sowie Begleitung suchen. Das EJF vereint über 120 Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, der Behindertenhilfe, der Altenhilfe und der Flüchtlingshilfe in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie grenzüberschreitende Bildungsarbeit in Polen und Tschechien unter einem Dach. Es betreibt außerdem Kindertagesstätten, Freizeiteinrichtungen und Tagungsstätten und engagiert sich in der Aus- und Fortbildung.

Betreuende und Betreute

Insgesamt werden 20.000 Menschen in den Einrichtungen des EJF dauerhaft oder zeitweise von mehr als 4.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut und beraten. Ein Drittel der Betreuten sind Kinder und Jugendliche. Die spezialisierte Betreuung von Menschen mit geistigen oder mehrfachen Behinderungen gehört ebenso zum Angebot wie die Jugendstraffälligen-Hilfe und die Betreuung und Begleitung psychisch auffälliger Kinder und Jugendlicher bzw. von Jungen und Mädchen mit Gewalt- und Missbrauchserfahrungen. Das Beratungsangebot richtet sich schwerpunktmäßig an Familien sowie Asylbewerber und Geflüchtete.

Leitprinzipien

Die Arbeit des EJF basiert auf Prinzipien christlicher Ethik und wird vor allem von der Überzeugung geleitet, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Die Wertschätzung des Einzelnen, seiner Möglichkeiten und Fähigkeiten – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Alter, Religion oder Weltanschauung – stellt den Ausgangspunkt jeden Handelns dar.

Veranstaltungen

Wanderausstellung

Wanderausstellung

Eine Ausstellung zur Geschichte des EJF begleitet das Jubiläumsjahr.

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An zahlreichen EJF-Standorten in Deutschland ermöglicht die Wanderausstellung Einblicke in die Historie sozialer Arbeit. In mühevoller Kleinarbeit wurden historische Dokumente und Unterlagen im EJF-Archiv aufgearbeitet und in der Wanderausstellung zusammengestellt.

Eine Übersicht aller Ausstellungsstandorte – in Berlin, Brandenburg, Bayern, Sachsen-Anhalt, und Nordrhein-Westfalen finden Sie hier:

Februar: Diakoniezentrum Heiligensee in Berlin

Mai: Kinder-Campus „Campus-Kids Kita“ in Bergfelde

Juni: Pädagogisch-Therapeutisches Zentrum Franken in Weißenstadt

Juni: Kinder- und Jugendhilfeverbund Wartenburg, Wittenberg, Bitterfeld im Schloss Wartenburg

Juni: In Kooperation: Diakonisch-sozialpädagogisches Zentrum „Am Talsand“, Seniorenpflegeheim „Haus Harmonie“ und
Lebensraum am Aquarium in Schwedt

Juli: FAM-EJF-Familienzentrum in Selb

September: Kita „Am Kanal“ in Potsdam

September: EJF-Geschäftsstelle in Berlin

September: Dr. Janusz Korczak-Haus am Tierpark in Berlin

November: Pastor-Braune-Haus in Berlin

Dezember: EJF-Gala in Berlin

EJF_Tag

EJF-Tag

Im Juni wird traditionell im EJF gefeiert – so natürlich auch im Jubiläumsjahr.

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Zahlreiche EJF-Einrichtungen öffnen ihre Türen und laden mit Sommerfesten, Jubiläumsfeiern oder anderen Veranstaltungen dazu ein, die Arbeit vor Ort und die Menschen dahinter besser kennenzulernen. 2019 steht der EJF-Tag ganz im Zeichen der „125“.

Gala

Gala

Festlicher Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist die große Feier zum Geburtstag am 4. Dezember 2019 in Berlin.

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250 geladene Gäste erwartet ein vielfältiges Programm, eine Tombola mit hochwertigen Preisen und eine Versteigerung unserer Tauben. Dabei gilt es nicht nur, die zurückliegenden 125 Jahre zu feiern, sondern auch, möglichst großzügige Spenden zugunsten von EJF-Einrichtungen zu sammeln…

Publikationen

Programmheft

Programmheft 125 Jahre

Einen Überblick über alle Aktivitäten rund um das 125-jährige Jubiläum des EJF bietet unser Programmheft.

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Auf 28 Seiten finden Sie Grußworte unserer Schirmherrschaft, Historisches, Informationen zu Veranstaltungen, unseren Merchandise-Produkten und auch zum 125-Jahre-EJF-Gewinnspiel.

EJF-aktuell

"EJF aktuell" Sonderausgabe

Die Sonderausgabe der „EJF aktuell“ erzählt Historisches aus 125 Jahren EJF.

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Formal kommt das Magazin daher wie ein Lexikon – allerdings mit einem Augenzwinkern und einigen unerwarteten Schlagworten. Die Sonderausgabe beleuchtet auf 48 Seiten von „Anfang“ bis „Zukunft“ die Geschichte des EJF und seiner Vorgängerorganisationen.

Wie die jeweils neuesten Ausgaben der regulären „EJF aktuell“, erhalten Sie auch die Sonderedition „125 Jahre EJF“ in allen Einrichtungen des EJF. Sie haben noch kein Heft? Bestellen Sie sich eine Sonderausgabe der „EJF aktuell“ bequem nach Hause – einfach per E-Mail an redaktion@ejf.de.

Wandkalender

Wandkalender

Nicht nur in 2019 ein Blickfang: der immerwährende Wandkalender „125 Jahre EJF“ im A3-Format.

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Dreizehn historische Schwarzweiß-Fotos und ein immerwährendes Kalendarium machen den Kalender zum idealen Geschenk für Freunde des EJF. Der Kalender ist UV-Lackbeschichtet und als besondere Überraschung wurde auf einer Überblicksseite jedem historischen Motiv noch jeweils ein aktuelles Bild gegenübergestellt.

Der EJF-Wandkalender ist an allen Standorten der Wanderausstellung kostenfrei erhältlich.

Aktionen

Merchandise_125

Merchandise

„125 Jahre EJF“ zum Mitnehmen

Werden Sie zu Botschafterinnen und Botschaftern des EJF!

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Im Jubiläumsjahr erhalten Sie an allen Veranstaltungs-Standorten des EJF-Tages Werbemittel in Form von Kugelschreibern, Taschen und Buttons. Mit Ihrer Hilfe erreicht die stolze Botschaft „125 Jahre soziale Arbeit“ noch mehr Mitarbeitende, Klientinnen und Klienten, Partner und Freunde des EJF!

Gewinnspiel_125

125 Jahre EJF Gewinnspiel

Mitmachen und gewinnen!

Wir verlosen insgesamt 15 CEWE-Fotobuch-Gutscheine im Wert von je 50 EUR.

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Ein Foto von sich selbst mit unserem Fotorahmen bei der EJF-Wanderausstellung unter #125JahreEJF auf Instagram posten und verlinken mit @ejf.de.

Hier geht es zu den Teilnahmebdingungen.

Taube

Unsere Taube

Der Kreativität keine Grenzen setzen

Die Gala im Jubiläumsjahr bietet eine besondere Gelegenheit, EJF-Einrichtungen in ihren…

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…außerordentlichen Projektvorhaben zu fördern: Unsere Einrichtungen gestalten gemeinsam mit Mitarbeitenden, Klientinnen und Klienten jeweils eine von 125 EJF-Tauben. Die individuell bearbeiteten Kunstwerke werden auf der Gala zum Gründungstag präsentiert. Die Versteigerung einiger ausgewählter Tauben erfolgt noch am Abend zugunsten der jeweiligen EJF-Einrichtung.

Social Media

In den sozialen Netzwerken des EJF gibt es immer Neues und Informatives – natürlich auch im Jubiläumsjahr. Die Beiträge sind auch ohne Registrierung zu sehen. Fotos, Beiträge und Geschichten aus 125 Jahren EJF werden unter dem Hashtag #125JahreEJF veröffentlicht. Jetzt #125JahreEJF auf Facebook und Instagram folgen!

Spenden

Die große Vielfalt und die spezialisierte Ausgestaltung von Angeboten und Projekten im Unternehmensverbund des EJF erfordern besonderen Einsatz an Arbeitskraft und finanziellen Mitteln. Gemeinsam mit Freundinnen, Freunden und Unterstützenden wollen wir auch im Jubiläumsjahr zahlreiche Spenden- und Sponsoring-Aktionen in unseren Einrichtungen umsetzen und Weichen für die Zukunft stellen. Ihnen liegt die Arbeit einer unserer über 120 EJF-Einrichtungen ganz besonders am Herzen? Helfen Sie uns mit Ihrer Spende, die wertvollen Angebote unserer Standorte zu unterstützen!


Unsere Spendenkonten:

Evangelische Bank eG
IBAN: DE12520604100203993990
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: 125 Jahre EJF + Name der Einrichtung

Bank für Sozialwirtschaft Berlin
IBAN: DE20100205000003139202
BIC: BFSWDE33BER
Stichwort: 125 Jahre EJF + Name der Einrichtung

 

Unter seinem Dach vereint das EJF Einrichtungen und Angebote der Behindertenhilfe, der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, der Altenhilfe, der Flüchtlingshilfe sowie der Beratungs- und Bildungsarbeit. In unserer sozialen Arbeit lassen wir uns von Prinzipien christlicher Ethik leiten, vor allem von der Überzeugung, dass die Würde des Menschen unantastbar ist.

 

Mitglied im Diakonischen Werk  

Unterzeichner der Initiative Transparente Zivilgesellschaft   

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Aufsichtsratsvorsitzender: Karl Bernd Biermann

Vorstand:
Dr. Andreas Eckhoff (Vorsitzender),
Norbert Schweers

Königsberger Str. 28
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USt.-IdNr. DE 136622389
Umsatzsteuerlicher Organträger: EJF e.V.

 

Unternehmenskommunikation
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Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen. Als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie zu einer Kennnummer identifiziert werden kann.

 

Kontaktaufnahme

Wenn Sie uns Anfragen per E-Mail oder Telefon zukommen lassen, werden Ihre Angaben inklusive der von Ihnen angegebenen Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage bis zur abschließenden Bearbeitung bei uns gespeichert. Der Zweck der Verarbeitung ist hierbei die Bearbeitung Ihres Anliegens. Die Speicherdauer ist abhängig von Ihrem Anliegen, ansonsten achten wir auf die gesetzlichen Bestimmungen. Die Rechtsgrundlage hierzu ist das berechtige Interesse der sich anbahnenden oder später tatsächlichen Vertragsabwicklung.

Wenn Sie unsere Webseite besuchen, werden Daten hingegen automatisch erfasst, das sind vor allem technische Daten. Wir weisen ferner darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist daher nicht möglich.

 

Löschung von Daten

Wir löschen personenbezogene Daten grundsätzlich dann, wenn kein Erfordernis für eine weitere Speicherung besteht. Ein Erfordernis kann insbesondere dann bestehen, wenn die Daten noch benötigt werden, um vertragliche Leistungen zur erfüllen, oder um sonstige Ansprüche zu prüfen, gewähren oder abwehren zu können. Im Falle von gesetzlichen Aufbewahrungspflichten kommt eine Löschung erst nach Ablauf der jeweiligen Aufbewahrungspflicht in Betracht.

 

Server-Log-Files

Der Webseitenbetreiber bzw. Seitenprovider erhebt Daten über Zugriffe auf diese Webseite und speichert diese als „Server-Logfiles“ ab. Folgende Daten werden so protokolliert:

 

• Referrer (zuvor besuchte Webseite)

• Angeforderte Webseite oder Datei

• Browsertyp und Browserversion

• Verwendetes Betriebssystem

• Verwendeter Gerätetyp

• Datum und Uhrzeit des Zugriffs

• IP-Adresse

 

Die erhobenen Daten dienen statistischen Auswertungen und zur Sicherung und Verbesserung unserer Webseite.

 

SSL-Verschlüsselung

Diese Seite nutzt aus Gründen der Sicherheit eine SSL-Verschlüsselung. Eine verschlüsselte Verbindung erkennen Sie daran, dass die Adresszeile des Browsers von „http://“ auf „https://“ wechselt und an dem Schloss-Symbol in Ihrer Browserzeile. Wenn die SSL Verschlüsselung aktiviert ist, können beispielsweise Daten, die übermittelt werden, nicht von Dritten mitgelesen werden.

 

Verwendung von Skriptbibliotheken (z.B. Google Web Fonts)

Damit unsere Inhalte in jedem Browser korrekt, einheitlich und grafisch ansprechend dargestellt werden, verwendet diese Webseite Skript- und Schriftbibliotheken wie Google Web Fonts (https://www.google.com/webfonts). Dies stellt für uns ein berechtigtes Interesse im Sinne des Artikel 6 Abs. 1 lit. f der DSGVO da. Google Web Fonts werden in den Cache Ihres Browsers übertragen, sodass sie nur einmal geladen werden müssen. Wenn Ihr Browser Google Web Fonts nicht unterstützt oder den Zugriff verweigert, werden die Inhalte in einer Standardschriftart dargestellt.

Beim Aufrufen von Skript- oder Schriftbibliotheken wird automatisch eine Verbindung zum Betreiber der Bibliothek hergestellt. Es besteht hierbei theoretisch die Möglichkeit für diesen Betreiber, Daten zu erfassen. Derzeit ist nicht bekannt, ob und zu welchem Zweck die Betreiber der entsprechenden Bibliotheken tatsächlich Daten erfassen.

 

Einbindung von Diensten und Inhalten Dritter

Innerhalb dieses Onlineangebotes werden Inhalte Dritter (Facebook und Instagram) eingebunden. Dies setzt immer voraus, dass die Anbieter dieser Inhalte (nachfolgend bezeichnet als „Dritt-Anbieter“) die IP-Adresse der Nutzer wahrnehmen. Darüber hinaus kann es sein, dass die Anbieter der jeweiligen Dienste oder Inhalte Ihre Daten für weitere interne Zwecke verarbeitet. Da wir aber keinen Einfluss auf die von Dritten erhobenen Daten und deren Verarbeitung durch diese haben, können wir zu Zweck und Umfang der Verarbeitung Ihrer Daten keine genauen Informationen geben.

Weitere Informationen über die Verarbeitung Ihrer Daten entnehmen Sie daher bitte den Datenschutzhinweisen der jeweils verantwortlichen Anbieter der von uns eingebundenen Dienste bzw. Inhalte:

 

Social Plugins von Facebook

Verwendung von Facebook Social Plugins Auf unserer Website werden sogenannte Social Plugins („Plugins“) des sozialen Netzwerkes Facebook verwendet, das von der Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA („Facebook“) betrieben wird. Die Plugins sind mit einem Facebook-Logo oder dem Zusatz „Soziales Plug-in von Facebook“ bzw. „Facebook Social Plugin“ gekennzeichnet. Eine Übersicht über die Facebook Plugins und deren Aussehen finden Sie hier: https://developers.facebook.com/docs/plugins.

Wenn Sie eine Seite unseres Webauftritts aufrufen, die ein solches Plugin enthält, stellt Ihr Browser eine direkte Verbindung zu den Servern von Facebook her. Der Inhalt des Plugins wird von Facebook direkt an Ihren Browser übermittelt und in die Seite eingebunden. Durch diese Einbindung erhält Facebook die Information, dass Ihr Browser die entsprechende Seite unseres Webauftritts aufgerufen hat, auch wenn Sie kein Facebook-Profil besitzen oder gerade nicht bei Facebook eingeloggt sind. Diese Information (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird von Ihrem Browser direkt an einen Server von Facebook in die USA übermittelt und dort gespeichert.

Sind Sie bei Facebook eingeloggt, kann Facebook den Besuch unserer Website Ihrem FacebookProfil unmittelbar zuordnen. Wenn Sie mit den Plugins interagieren, zum Beispiel den „Gefällt mir“Button betätigen oder einen Kommentar abgeben, wird diese Information ebenfalls direkt an einen Server von Facebook übermittelt und dort gespeichert. Die Informationen werden außerdem auf Ihrem Facebook- Profil veröffentlicht und Ihren Facebook-Freunden angezeigt.

Zweck und Umfang der Datenerhebung und die weitere Verarbeitung und Nutzung der Daten durch Facebook sowie Ihre diesbezüglichen Rechte und Einstellungsmöglichkeiten zum Schutz Ihrer Privatsphäre entnehmen Sie bitte den Datenschutzhinweisen von Facebook: http://www.facebook.com/policy.php

Wenn Sie nicht möchten, dass Facebook die über unseren Webauftritt gesammelten Daten unmittelbar Ihrem Facebook-Profil zuordnet, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch unserer Website bei Facebook ausloggen. Sie können das Laden der Facebook Plugins auch mit Add-Ons für Ihren Browser komplett verhindern, z.B.

für Mozilla Firefox: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/facebook-blocker/

für Opera: https://addons.opera.com/de/extensions/details/facebook-blocker/?display=en

für Chrome: https://chrome.google.com/webstore/detail/facebookblocker/chlhacbfddknadmnmjmkdobipdpjakmc?hl=de

 

Verwendung von Instagram Social Plugins

Auf unserer Website werden sogenannte Social Plugins („Plugins“) von Instagram verwendet, das von der Instagram LLC., 1601 Willow Road, Menlo Park, CA 94025, USA („Instagram“) betrieben wird. Die Plugins sind mit einem Instagram-Logo beispielsweise in Form einer „Instagram-Kamera“ gekennzeichnet. Eine Übersicht über die Instagram Plugins und deren Aussehen finden Sie hier: http://blog.instagram.com/post/36222022872/introducing-instagram-badges

Wenn Sie eine Seite unseres Webauftritts aufrufen, die ein solches Plugin enthält, stellt Ihr Browser eine direkte Verbindung zu den Servern von Instagram her. Der Inhalt des Plugins wird von Instagram direkt an Ihren Browser übermittelt und in die Seite eingebunden. Durch diese Einbindung erhält Instagram die Information, dass Ihr Browser die entsprechende Seite unseres Webauftritts aufgerufen hat, auch wenn Sie kein Instagram-Profil besitzen oder gerade nicht bei Instagram eingeloggt sind. Diese Information (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird von Ihrem Browser direkt an einen Server von Instagram in die USA übermittelt und dort gespeichert.

Sind Sie bei Instagram eingeloggt, kann Instagram den Besuch unserer Website Ihrem InstagramAccount unmittelbar zuordnen. Wenn Sie mit den Plugins interagieren, zum Beispiel das „Instagram“-Button betätigen, wird diese Information ebenfalls direkt an einen Server von Instagram übermittelt und dort gespeichert. Die Informationen werden außerdem auf Ihrem Instagram-Account veröffentlicht und dort Ihren Kontakten angezeigt.

Zweck und Umfang der Datenerhebung und die weitere Verarbeitung und Nutzung der Daten durch Instagram sowie Ihre diesbezüglichen Rechte und Einstellungsmöglichkeiten zum Schutz Ihrer Privatsphäre entnehmen Sie bitte den Datenschutzhinweisen von Instagram: https://help.instagram.com/155833707900388/

Wenn Sie nicht möchten, dass Instagram die über unseren Webauftritt gesammelten Daten unmittelbar Ihrem Instagram-Account zuordnet, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch unserer Website bei Instagram ausloggen. Sie können das Laden der Instagram Plugins auch mit Add-Ons für Ihren Browser komplett verhindern, z. B. mit dem Skript-Blocker „NoScript“ (http://noscript.net/)

 

Ihre Rechte

Sie haben jederzeit das Recht auf unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten personenbezogenen Daten, deren Empfänger und den Zweck der Datenverarbeitung sowie ein Recht auf Berichtigung, Widerruf, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung und Nutzung dieser Daten, sowie das Recht auf Datenübertragbarkeit. Beachten Sie jedoch, dass diese Rechte nicht uneingeschränkt gelten, sondern beispielsweise unseren eigenen rechtmäßigen Interessen sowie behördlichen Vorschriften unterliegen können.

Sie haben darüber hinaus das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, wenn Sie der Ansicht sind, das die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen die Datenschutzgrundverordnung verstößt.

Die für uns zuständige Aufsichtsbehörde erreichen Sie unter:

www.datenschutz.ekd.de

ost@datenschutz.ekd.de

Außenstelle Berlin für die Datenschutzregion Ost
Invalidenstraße 29
10115 Berlin

Telefon: +49 (0)30 20051570
Telefax: +49 (0)30 200515720

 

Kontakt

Für Ihre Anliegen zum Datenschutz kontaktieren Sie bitte unseren Datenschutzbeauftragten unter folgender Adresse:

 

EJF gAG

Königsberger Straße 28, 12207 Berlin
Ansprechpartner Herr Carsten Wieland
E-Mail  datenschutz@ejf.de

 

Telefon: +49 (0)30 768 84 – 251
Mobil: +49 151 46 53 68 16
Fax: +49 (0)30768 84 – 180

 

Aktualisierungen dieser Datenschutzerklärung:

Wir aktualisieren diese Datenschutzerklärung regelmäßig, die letzte Aktualisierung fand am 31. Januar 2019 statt.